
Feindiagnostik & Organscreening in der Schwangerschaft
Die Feindiagnostik ist eine weiterführende Ultraschalluntersuchung zwischen der 21. und 23. Schwangerschaftswoche.
Sie dient der detaillierten Beurteilung der kindlichen Organe, der Versorgung des ungeborenen Kindes und der Gebärmutter.
Ziel der Untersuchung ist es, mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen und Ihnen dadurch medizinische Orientierung und Sicherheit im weiteren Schwangerschaftsverlauf zu geben.
Mehr Sicherheit im ersten Trimester – durch moderne Pränataldiagnostik
Die frühe Feindiagnostik ermöglicht es, bereits zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche wichtige Informationen über die Entwicklung Ihres Kindes zu erhalten.
Ziel ist es, mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen – oder mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen.
Warum eine frühe Feindiagnostik sinnvoll ist
Die meisten Schwangerschaften verlaufen unauffällig.
Dennoch können in einem kleinen Teil der Fälle genetische Besonderheiten, Fehlbildungen oder Schwangerschaftskomplikationen auftreten.
Das Ersttrimesterscreening hilft Ihnen dabei, frühzeitig Klarheit zu gewinnen und – falls notwendig – rechtzeitig medizinische oder persönliche Entscheidungen zu treffen.
Warum eine Feindiagnostik sinnvoll ist
ungeborenen Kindes liefert.
Sie wird häufig empfohlen bei besonderen Vorerkrankungen, auffälligen Befunden oder dem Wunsch nach einer besonders genauen Beurteilung der kindlichen Organe.
Moderne Ultraschalltechnik –
sicher und bewährt
Die hochauflösende Ultraschalluntersuchung wird seit Jahrzehnten eingesetzt und stetig weiterentwickelt.
Nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand hat sie bei sachgemäßer Anwendung keine negativen Auswirkungenauf Mutter oder Kind.
Hinweis zur Vorbereitung:
Bitte tragen Sie 24 Stunden vor der Untersuchung keine Creme oder Öle auf den Bauch auf, da Fettfilme die Bildqualität beeinträchtigen können.
Ziel der Feindiagnostik / des Organscreenings
Ziel der Untersuchung ist es, Informationen zu gewinnen über:
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die Anatomie des Kindes
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die Entwicklung und Größe der Organe
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die Versorgung des Kindes
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sowie die Gebärmutter
Beurteilt werden unter anderem:
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Gehirn
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Herz
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Nieren
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Arme und Beine
Zusätzlich ermöglichen Blutflussmessungen (Doppler) eine Einschätzung der kindlichen Versorgung.
So können mögliche Gefährdungen frühzeitig erkannt und – falls nötig – weitere Schritte geplant werden.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Feindiagnostik?
Die höchste Aussagekraft erzielt die Feindiagnostik zwischen der 21. und 23. Schwangerschaftswoche.
Untersuchungen außerhalb dieses Zeitfensters können unter Umständen nur eingeschränkte Informationen liefern.
Auch individuelle Faktoren wie:
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Bauchdecke
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Lage des Kindes
können die Beurteilbarkeit beeinflussen.
Aussagekraft und Grenzen der Feindiagnostik

In der Hand eines erfahrenen Untersuchers können etwa:
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90 % der ultraschall-sichtbaren Fehlbildungen
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das entspricht 70–80 % aller schweren angeborenen Fehlbildungen
erkannt werden.
Nicht im Ultraschall sichtbar sind häufig:
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Chromosomenstörungen (z. B. Trisomie 21 / Down-Syndrom)
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Stoffwechselerkrankungen
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komplexe Syndrome
Auch eine unauffällige Feindiagnostik kann daher keine Garantie für ein gesundes Kind geben.
Ein sicherer Ausschluss bestimmter Erkrankungen ist nur durch invasive Untersuchungen möglich.
Begleitung bei auffälligen Befunden
Die meisten Untersuchungen ergeben unauffällige Befunde, was häufig zu Beruhigung beiträgt.
Sollten sich Auffälligkeiten zeigen:
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informieren wir Sie ausführlich
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begleiten Sie medizinisch und persönlich
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beziehen bei Bedarf weitere Fachärzte (z. B. Kinderärzte, Kinderchirurgen) ein
Gerade in belastenden Situationen empfehlen wir zusätzlich eine psychosoziale Beratung, die wir auf Wunsch vermitteln.
Genetische Beratung bei familiären Vorerkrankungen
Vor der Untersuchung erfragen wir, ob in Ihrer Familie angeborene Erkrankungen oder Fehlbildungen bekannt sind.
Ergibt sich daraus ein möglicher Hinweis auf ein erhöhtes Risiko, empfehlen wir eine genetische Beratung bei einem Facharzt für Humangenetik.
Die Teilnahme ist freiwillig – Sie können Fragen zur Familienanamnese jederzeit ablehnen.
Mitteilung der Untersuchungsergebnisse
Die Untersuchungsergebnisse werden Ihnen persönlich durch den untersuchenden Arzt mitgeteilt.
Eine Weitergabe an andere Personen erfolgt nur mit Ihrer ausdrücklichen schriftlichen Einwilligung.
Vorab klären wir zudem, ob es Informationen gibt, die Sie bewusst nicht erfahren möchten (z. B. Geschlecht oder geringfügige Risikoerhöhungen).
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